Kaufberatung Siebträgermaschine
Willkommen in der faszinierenden Welt der Siebträgermaschinen! Wenn du auf der Suche nach dem ultimativen Espresso-Erlebnis bist, dann bist du hier genau richtig. Die Zubereitung mit einer Siebträgermaschine gilt als die Königsdisziplin, wenn es darum geht, einen Espresso von unvergleichlicher Qualität zu kreieren. Vielleicht fragst du dich, ob es wirklich so einen großen Unterschied macht. Kurz gesagt: Ja! Während es durchaus alternative Methoden wie das traditionelle Herdkännchen gibt, die ebenfalls köstlichen Kaffee liefern, erreicht keine von ihnen die Tiefe, Intensität und das cremige Mundgefühl eines Espressos aus der Siebträgermaschine.
Was macht die Siebträgermaschine so besonders?
Das Prinzip ist einfach, aber genial: Feingemahlenes Kaffeemehl wird in einen Siebträger gefüllt und mit Präzision angedrückt. Dieser Siebträger wird dann fest in die Maschine eingespannt, wo heißes Wasser unter hohem Druck durch das Kaffeemehl gepresst wird. Das Ergebnis: Ein konzentrierter, aromatischer Espresso mit einer samtigen Crema, der deine Geschmacksknospen verwöhnt.
Welche Siebträgermaschine ist die Richtige für dich?
Die Welt der Siebträgermaschinen ist vielfältig, und es gibt für jeden Anspruch und jedes Budget das passende Modell. Im Wesentlichen unterscheiden wir vier verschiedene Systeme, die alle ihre Vor- und Nachteile haben:
- Einkreiser: Der ideale Einstieg in die Welt der Siebträger.
- Zweikreiser: Für alle, die Espresso und Milchschaum gleichzeitig genießen wollen.
- Dualboiler: Das Nonplusultra für höchste Ansprüche an Temperaturstabilität und Kontrolle.
- Handhebelmaschine: Die traditionelle Methode für wahre Kaffeekenner.
In den folgenden Abschnitten werde ich die verschiedenen Systeme detailliert vorstellen und dir helfen, die perfekte Siebträgermaschine für deine Bedürfnisse zu finden. Begleite mich auf dieser spannenden Reise und entdecke die Kunst der Espressozubereitung!
Wenn du als Einsteiger anhand von Fragen zu der für dich richtigen kommen willst, empfehle ich dir meinen Artikel: Die richtige Siebträgermaschine finden – mit 19 Fragen
Einen wichtigen Hinweis möchte ich dir jedoch noch vorab geben, da dies leider viel zu häufig falsch gemacht wird. Mit einer guten Mühle kann man auch mit einer einfachen Siebträgermaschine einen ziemlich guten Espresso zubereiten. Mit einer schlechten Mühle hingegen kann man auch mit der besten Siebträgermaschine keinen guten Kaffee kochen. Plane daher bei deinem Budget immer eine gute Mühle ein. Weitere Informationen zu der Mühle erhältst du hier:
Der Einkreiser
Der ideale Einstieg in die Welt der Siebträger.
Der Zweikreiser
Für alle, die Espresso und Milchschaum gleichzeitig genießen wollen.
Der Dualboiler
Das Nonplusultra für höchste Ansprüche an Temperaturstabilität und Kontrolle.
Die Handhebelmaschine
Die traditionelle Methode für wahre Kaffeekenner.

Kurz und auf den Punkt gebracht vorab:
Einkreiser
- Kernelement: Ein Kessel für Espresso & Dampf
- Vorteile:
- Günstig
- Kompakt
- Schnelle Aufheizzeit
- Nachteile:
- Wartezeit zwischen Espresso und Dampf
- Temperaturschwankungen
- Weniger stabil bei mehreren Bezügen
- Ideal für: Einsteiger, Espresso-Puristen

Zweikreiser
- Kernelement: Zwei Kreisläufe im selben Kessel
- Vorteile:
- Gleichzeitiger Espresso- & Dampfbezug
- Frisches Wasser für Espresso
- Leistungsstarker Dampf
- Nachteile:
- Weniger präzise Temperaturkontrolle
- Leerbezug erforderlich
- Längere Aufheizzeit
- Ideal für: Cappuccino-Liebhaber, Vielseitigkeit

Dualboiler
- Kernelement: Zwei separate Kessel
- Vorteile:
- Maximale Temperaturstabilität & -kontrolle
- Meistens gradgenaue PID-Steuerung
- häufig Leise Rotationspumpen
- Nachteile:
- Teuer
- Kein direkter Frischwasserbezug
- Regelmäßige Nutzung empfohlen
- Ideal für: Anspruchsvolle Baristas, Perfektionisten

Handhebel
- Kernelement: Manuelle Druckerzeugung
- Vorteile:
- Langlebig & wartungsarm
- Leise
- Flexibler Druck
- Kompakt
- Nachteile:
- Schwierige Konsistenz
- Erfordert Erfahrung
- Nicht für große Mengen
- Ideal für: Experimentierfreudige, Liebhaber des Handwerks

Der Einkreiser
Aufbau und Funktionsweise
- Ein einzelner Kessel für Espresso und Dampf
- Wassertemperatur muss zwischen Espresso (90-94°C) und Dampf (110-130°C) gewechselt werden
- Meist kleines Kesselvolumen für schnelleres Aufheizen und Abkühlen
- Einsatzbereit nach etwa 15 Minuten Aufheizzeit
Vorteile
- Günstiger Einstieg in die Siebträger-Welt
- Kompakte Bauweise, ideal für kleine Küchen
- Schnelle Aufheizzeit durch kleinen Kessel
- Gute Espressoqualität bei korrekter Anwendung möglich
Herausforderungen
- Wartezeiten beim Wechsel zwischen Espresso und Dampf
- Temperaturschwankungen von bis zu 10°C möglich
- Weniger temperaturstabil bei der Zubereitung mehrerer Espressi
- Umständlicher für häufige Milchschaumzubereitung
Tipps zur Optimierung
- Temperatursurfen zur Verbesserung der Temperaturstabilität
- Ausreichend Aufheiz- und Abkühlzeit zwischen Espresso und Dampf einplanen
- Ideal für Espresso-Liebhaber, die selten Milchgetränke zubereiten

Einkreiser: Der Klassiker für Espresso-Einsteiger
Der Einkreiser bildet den soliden Einstieg in die faszinierende Welt der Siebträgermaschinen. Im Kern dieser Modelle arbeitet ein einzelner Kessel, der sowohl für die Zubereitung von aromatischem Espresso als auch für die Erzeugung von cremigem Dampf zuständig ist.
Die Herausforderung
Espresso und Milchschaum verlangen unterschiedliche Wassertemperaturen. Das bedeutet: Vor dem Aufschäumen von Milch ist Geduld gefragt, bis das Wasser die ideale Temperatur von 110 – 130 °C erreicht hat. Nach dem Dampfbezug benötigt das System dann Zeit, um auf die für Espresso perfekten 90 – 94 °C abzukühlen. Ungeduld rächt sich hier schnell, denn zu heißes Wasser verbrennt das Kaffeemehl und ruiniert das Geschmackserlebnis.
Clevere Bauweise für schnelle Ergebnisse
Um diese Temperaturschwankungen zu minimieren, setzen viele Hersteller auf einen relativ kleinen Wasserkessel. Dieser kühlt schneller ab und heizt auch zügiger wieder auf. So ist der Einkreiser bereits etwa 15 Minuten nach dem Einschalten einsatzbereit.

Kompromisse bei der Temperaturstabilität
Das geringe Kesselvolumen hat jedoch auch seinen Preis: Einkreiser sind nicht so temperaturstabil wie größere Modelle. Die ideale Brühtemperatur von 90 – 94 °C konstant zu halten, kann eine Herausforderung sein. Oft kommen zudem kostengünstige Bimetall-Thermoschalter zum Einsatz, die träge reagieren und Temperaturschwankungen von über 10 °C verursachen können. Dies erfordert Fingerspitzengefühl, um eine gleichbleibend hohe Kaffeequalität zu erzielen.
Tipps und Tricks für den perfekten Espresso
Erfahrene Baristas beherrschen das sogenannte „Temperatursurfen“, um diese Schwankungen auszugleichen und das Beste aus ihrem Einkreiser herauszuholen. Allerdings lassen sich die Temperaturschwankungen so nicht vollständig eliminieren. Bei der Zubereitung mehrerer Espressi hintereinander kann sich die Temperaturstabilität weiter verschlechtern, da kaltes Wasser aus dem Tank nachgefüllt wird.
Die Ausnahme: Hochwertige Einkreiser
Es gibt auch höherwertige Einkreiser mit größerem Kessel und präziser PID-Steuerung, die eine gradgenaue Temperaturkontrolle ermöglichen. Diese Modelle spielen jedoch preislich in einer anderen Liga.
Fazit: Ein guter Start in die Espresso-Welt
Trotz der genannten Einschränkungen sind Einkreiser mit kleinem Kessel und Bimetall-Schalter aufgrund ihres vergleichsweise niedrigen Preises ein guter Einstieg in die Welt des Espressos. Mit etwas Übung lassen sich damit durchaus sehr gute Ergebnisse erzielen. Wer jedoch häufig Cappuccino oder andere Milchgetränke zubereitet, sollte bedenken, dass das Aufschäumen von Milch mit einem Einkreiser umständlicher und zeitaufwendiger ist als mit einem Zweikreiser oder Dualboiler.
Der Zweikreiser: Perfekt für Cappuccino-Liebhaber
Der Zweikreiser ist die ideale Siebträgermaschine für Genießer, die häufig Cappuccino oder andere Milchschaumgetränke zubereiten. Diese Maschinen zeichnen sich durch ein cleveres System mit zwei Wasserkreisläufen in einem einzigen Kessel aus.
Funktionsweise:
- Dampfkreislauf:
- Wasser wird im Kessel auf 110 – 130° C erhitzt
- Erzeugt hohen Druck für cremigen Milchschaum
- Dampf wird direkt aus dem Kessel bezogen
- Espresso-Kreislauf:
- Frisches Wasser aus dem Tank wird durch Rohre im heißen Kessel geleitet
- Erwärmt sich auf dem Weg zur Brühgruppe auf ideale 90 – 94° C
Vorteile:
- Stets frisches Wasser für Espresso-Zubereitung
- Einfacher Wasserwechsel im Tank möglich
- Leistungsstarke Dampferzeugung für Milchschaum
Herausforderungen:
- Weniger präzise Temperatursteuerung als bei Dualboiler-Systemen
- Leerbezug vor Espresso-Zubereitung notwendig
- Längere Aufheizzeit von ca. 30 Minuten für optimale Betriebstemperatur

Zweikreiser: Der Alleskönner für den anspruchsvollen Heim-Barista
Wenn du ein leidenschaftlicher Kaffeetrinker bist, der neben einem perfekten Espresso auch cremigen Cappuccino und andere Milchgetränke schätzt, dann ist die Siebträgermaschine mit Zweikreissystem die ideale Wahl für dich. Sie vereint Leistung und Komfort und ermöglicht dir, deine Kaffeekreationen auf ein neues Level zu heben.
Das Geheimnis: Zwei Kreisläufe, ein Kessel
Das Besondere an Zweikreis-Maschinen ist die intelligente Nutzung eines einzigen Kessels, in dem zwei separate Wasserkreisläufe ihren Dienst verrichten. Einerseits wird Wasser auf hohe Temperaturen von 110 – 130 °C erhitzt, um kraftvollen Dampf für die Zubereitung von fluffigem Milchschaum zu erzeugen. Andererseits sorgt ein zweiter Kreislauf dafür, dass stets frisches Wasser aus dem Tank schonend auf die ideale Espresso-Temperatur von 90 – 94 °C erwärmt wird.

Frische und Leistung in Perfektion
Diese Konstruktion bietet einen entscheidenden Vorteil: Im Gegensatz zu Einkreisern und Dualboilern wird das Brühwasser für den Espresso nicht im Kessel gespeichert, sondern frisch aus dem Tank bezogen. So genießt du bei jeder Tasse die volle Aromenvielfalt und vermeidest den muffigen Geschmack von abgestandenem Wasser. Gleichzeitig steht dir jederzeit ausreichend Dampf für die Zubereitung feinporigen Milchschaums zur Verfügung.
Herausforderungen und Lösungsansätze
Trotz ihrer Vorzüge gibt es auch bei Zweikreisern einige Aspekte zu beachten. Die Temperatursteuerung ist nicht ganz so präzise wie bei Dualboiler-Modellen mit PID-System. Zudem ist vor dem ersten Espressobezug ein sogenannter Leerbezug erforderlich, um überhitztes Wasser aus den Leitungen zu entfernen. Auch die Aufheizzeit von etwa 30 Minuten sollte eingeplant werden, um die optimale Betriebstemperatur aller Maschinenteile zu gewährleisten.
Das Fazit: Vielseitigkeit für höchste Ansprüche
Zweikreiser sind eine ausgezeichnete Wahl für anspruchsvolle Kaffeeliebhaber, die Wert auf Vielseitigkeit und Komfort legen. Sie bieten eine perfekte Balance zwischen Leistung, Frische und Benutzerfreundlichkeit und ermöglichen dir, eine breite Palette von Kaffeespezialitäten in Barista-Qualität zu Hause zuzubereiten.
Der Dualboiler: Präzision und Leistung für Espresso-Enthusiasten
Dualboiler-Siebträgermaschinen repräsentieren die Spitzenklasse der Espressozubereitung. Mit zwei separaten Kesseln bieten sie unübertroffene Kontrolle und Flexibilität.
Aufbau und Funktionsweise:
- Ein Kessel speziell für die Espresso-Zubereitung (90-94°C)
- Zweiter Kessel für Dampf und Heißwasser (110-130°C)
Vorteile:
- Höchste Temperaturstabilität und -präzision
- PID-Steuerung für gradgenaue Temperatureinstellung
- Gleichzeitiger Bezug von Espresso und Milchschaum
- Häufig leistungsstarke und leise Rotationspumpe
- Vorwärmung des Frischwassers durch den Dampfkessel
Herausforderungen:
- Höhere Anschaffungskosten
- Kein direkter Frischwasserbezug für Espresso
- Tägliche Nutzung empfohlen, um Wasserstagnation zu vermeiden

Dualboiler: Das Nonplusultra für kompromisslosen Kaffeegenuss
Für alle, die bei der Espressozubereitung keine Kompromisse eingehen wollen, sind Dualboiler-Siebträgermaschinen die ultimative Wahl. Diese High-End-Maschinen verfügen über zwei separate Kessel und bieten eine unübertroffene Präzision und Kontrolle über jeden einzelnen Brühvorgang.

Das Prinzip: Zwei Kessel für maximale Leistung
Im Gegensatz zu Einkreisern und Zweikreisern setzen Dualboiler auf ein ausgeklügeltes System mit zwei getrennten Kesseln. Ein Kessel ist ausschließlich für die Zubereitung von Espresso zuständig und hält das Wasser konstant auf der idealen Brühtemperatur von 90 – 94 °C. Der zweite Kessel erzeugt kraftvollen Dampf bei höheren Temperaturen von 110 – 130 °C, um cremigen Milchschaum für Cappuccino, Latte Macchiato und Co. zu zaubern.
Perfekte Kontrolle für höchste Ansprüche
Dank dieser Bauweise profitierst du von einer außergewöhnlichen Temperaturstabilität und kannst die Brühtemperatur gradgenau an die jeweilige Kaffeesorte anpassen. Hochwertige PID-Systeme ermöglichen es, die Temperatur auf Knopfdruck zu verändern und so die feinsten Nuancen im Geschmack zu optimieren. Helle Röstungen entfalten ihr volles Potenzial bei etwas höheren Temperaturen, während dunklere Röstungen von einer etwas niedrigeren Temperatur profitieren.
Innovationen für noch mehr Komfort
Viele Dualboiler verfügen über clevere Zusatzfunktionen, wie beispielsweise eine Vorwärmung des Frischwassers aus dem Tank durch den Dampfkessel. Dies sorgt für eine noch konstantere Brühtemperatur und eine schnellere Aufheizzeit. Leise Rotationspumpen garantieren zudem einen geräuscharmen Betrieb.
Die kleinen Wermutstropfen
Trotz all ihrer Vorzüge haben auch Dualboiler einige kleine Nachteile. Aufgrund der aufwendigen Technik und hochwertigen Komponenten sind sie in der Anschaffung deutlich teurer als andere Siebträgermaschinen. Zudem wird das Brühwasser nicht direkt aus dem Tank bezogen, sondern im Brühkessel gespeichert. Daher empfiehlt es sich, die Maschine täglich zu nutzen, um eine optimale Wasserqualität zu gewährleisten.
Das Fazit: Ein Investment in perfekten Kaffeegenuss
Wer Wert auf höchste Qualität, maximale Kontrolle und kompromisslosen Kaffeegenuss legt, für den ist ein Dualboiler die perfekte Wahl. Auch wenn die Anschaffungskosten höher sind, wirst du mit einem unvergleichlichen Espresso-Erlebnis belohnt, das jeden Cent wert ist. Bei regelmäßiger Nutzung sind Dualboiler die besten Espressomaschinen auf dem Markt.
Die Handhebelmaschine: Ein Hauch Nostalgie für wahre Espresso-Künstler
- Funktionsprinzip: Manuelle, mechanische Extraktion (außer Wassererhitzung)
- Aufbau:
- Kessel mit Steigrohr
- Handhebel zur Druckerzeugung
- Vorteile:
- Langlebigkeit: Häufig jahrzehntelange Lebensdauer
- Wartungsarm: Wenig Verschleißteile
- Geräuscharm: Leiser Betrieb
- Flexibilität: Druckanpassung möglich (manuelle Modelle)
- Kompakt: Ideal für kleine Küchen
- Herausforderungen:
- Variabilität: Schwierige Konsistenz
- Erfordert Erfahrung: Für Einsteiger komplex
- Geeignet für:
- Espresso-Liebhaber
- Experimentierfreudige
- Einzelpersonen/kleine Haushalte
- Weniger geeignet für:
- Große Gruppen
- Häufige Milchgetränke

Die Handhebelmaschine ist ein faszinierendes Relikt aus der Frühzeit der Espressozubereitung und erfreut sich bei Puristen und Kaffee-Enthusiasten nach wie vor großer Beliebtheit. Mit ihrem simplen, aber genialen Aufbau bietet sie ein einzigartiges Espresso-Erlebnis.
Das Prinzip: Kraft und Fingerspitzengefühl
Bei Handhebelmaschinen wird das Wasser in einem Kessel erhitzt und durch ein Steigrohr in die Brühgruppe geleitet. Der Brühvorgang selbst erfolgt dann rein mechanisch: Durch das Anheben und Absenken eines Hebels wird der nötige Druck erzeugt, um das heiße Wasser durch das Kaffeemehl zu pressen.

Vorteile der Einfachheit
Die schlichte Konstruktion macht Handhebelmaschinen äußerst langlebig und wartungsarm. Viele Modelle sind auch nach Jahrzehnten noch voll funktionsfähig und erzielen auf dem Gebrauchtmarkt hohe Preise. Ohne elektrische Pumpe arbeiten sie zudem sehr leise – nur das sanfte Blubbern des kochenden Wassers ist zu hören.
Flexibilität und Herausforderung
Ein großer Vorteil der manuellen Druckerzeugung ist die Möglichkeit, den Brühdruck flexibel an den Mahlgrad anzupassen. Dies erlaubt es erfahrenen Baristas, selbst aus nicht optimal gemahlenem Kaffee noch das Beste herauszuholen. Gleichzeitig macht es die Vielzahl der Variablen schwieriger, konstante Ergebnisse zu erzielen – eine Herausforderung, die viele Enthusiasten aber gerade schätzen.
Geschmackliche Vielfalt
Die leichten Schwankungen im Brühprozess führen dazu, dass jeder Espresso ein Unikat ist. Während manche Shots vielleicht nicht perfekt gelingen, können besonders gelungene Zubereitungen geschmackliche Höhepunkte bieten, die mit automatisierten Maschinen kaum zu erreichen sind.
Praktische Aspekte
Viele Handhebelmaschinen sind kompakt und leicht, was sie ideal für kleine Küchen macht. Sie eignen sich hervorragend für Espresso-Liebhaber, die gelegentlich auch einen Cappuccino genießen möchten. Für größere Gruppen oder häufige Milchgetränke sind sie jedoch weniger geeignet.
Fazit: Eine Maschine für Liebhaber
Handhebelmaschinen sind nicht für jeden die richtige Wahl. Für Einsteiger können sie frustrierend sein, und wer schnell viele Tassen zubereiten möchte, greift besser zu anderen Modellen. Für Enthusiasten jedoch, die Freude am Experimentieren haben und den perfekten Espresso als Handwerk verstehen, bieten sie ein unvergleichliches Erlebnis und die Möglichkeit, wahre Meisterschaft in der Espressozubereitung zu erlangen.


